26.01.2015 Montag  Neuer Erlass „Sicherheit im Schulsport“

Der neue Erlass zur Sicherheit im Schulsport ist da. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung hat den neuen Erlass Anfang Dezember 2014 veröffentlicht.

Der vollständige Erlass (Hyperlink) ist in unserem Downloadbereich zu finden. Gut, nach Sportarten aufbereitet ist er auch hier zu finden: www.schulsport-nrw.de/index.php?id=230

Dieser Erlass regelt unter anderem die Rettungsfähigkeit für Lehrer.

Was ändert sich im neuen Erlass?
Die schwimmsporttreibenden Verbände (DLRG, DRK Wasserwacht und Schwimmerverband NRW) werden im staatlichen Auftrag die Abnahme der Rettungsfähigkeit durchführen. Bisher wurde diese hauptsächlich von Beratern im Schulsport abgenommen.

Die wichtigste Veränderung mit den meisten Auswirkungen hat folgender Satz im Erlass „Neben der ständigen Selbstprüfung muss spätestens alle 4 Jahre eine Auffrischung der Rettungsfähigkeit nachgewiesen werden“.
Die Verantwortung für die Einhaltung trägt die Schulleitung. Die Rettungsfähigkeit wird auch auf Personen (z. B. Sozialpädagogen) ausgeweitet, die im Rahmen des Ganztags aktiv sind.

Für Lehrkräfte, die mit der Inkraftsetzung des Erlasses aktuell nicht mehr rettungsfähig sind, gilt eine Übergangsfrist für die Auffrischung der Rettungsfähigkeit und deren Nachweis gegenüber der Schulleitung bis zum 31.01.2016. Das gilt auch für das Personal, das in außerunterrichtlichen Schulsportangeboten tätig ist.

Leistungen die bei der Rettungsfähigkeit abgenommen werden:
Für die einzelnen Schwimmstätten sind folgende Nachweise erforderlich.

 Bei Schwimmstätten mit einer Wassertiefe bis 1,20 m (z.B. Lehrschwimmbecken) muss die Lehrkraft über das Deutsche Schwimmabzeichen - Bronze verfügen und

  • einen 5 kg schweren Gegenstand von der tiefsten Stelle des Beckens heraufholen und zum Beckenrand bringen,
  • eine Person schleppen und
  • lebensrettende Sofortmaßnahmen ergreifen können.

Bei der Nutzung öffentlicher, beaufsichtigter oder schuleigener Bäder mit einer Wassertiefe von mehr als 1,20 m muss die Lehrkraft entweder das

  • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen der DLRG/des DRK/des ASB - Bronze besitzen oder
  • das Deutsche Schwimmabzeichen (Bronze) besitzen und gleichzeitig
    • von der Wasseroberfläche aus einen etwa 5 kg schweren Gegenstand vom Beckenboden heraufholen und zum Beckenrand bringen,
    • ca. 10 m weit tauchen,
    • Umklammerungen durch in Gefahr geratene Personen entweder vermeiden oder sich aus diesen lösen,
    • einen etwa gleich schweren Menschen mittels Kopf- oder Achselschleppgriff ca. 15 m weit schleppen und an Land bringen und
    • lebensrettende Sofortmaßnahmen ergreifen können (vgl. hierzu: BASS 13-59 Nr.1).

Wird im Einzelfall ein öffentlicher, aber nicht beaufsichtigter Badeplatz benutzt,

  • muss die Aufsicht führende Lehrkraft das Deutsche Rettungsschwimm-abzeichen der DLRG, des DRK, des ASB - Silber besitzen und die Besonderheiten des Badeplatzes (Größe, Sichtverhältnisse, Strömung etc.) kennen und
  • müssen alle Schülerinnen und Schüler im Besitz des Deutschen Jugendschwimmabzeichens (Bronze) bzw. im Besitz des Deutschen Schwimmabzeichens in Bronze (volljährige Schülerinnen und Schüler) sein.

Dies ist z. b. auch in der Regel bei Klassenfahrten so.

Bei inhaltlichen Rückfragen ist Dirk Zamiara unter der Tel 0211-5360620 zu erreichen.

Kategorie(n)
Ausbildung - Lehrschein, Ausbildung - Öffentlicher Dien, Ausbildung - allgemein, Startseite

Von: Dirk Zamiara

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